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Anlaufstrom auf der Baustelle: Welche Geräte bis zu 18 kW Startleistung brauchen

Viele Profi-Geräte ziehen im Moment des Einschaltens ein Vielfaches ihrer Nennleistung. Wer netzunabhängig arbeitet, scheitert nicht an der Dauerleistung – sondern an der Anlaufspitze. Hier lesen Sie, welche Werkzeuge betroffen sind und warum 18 kW Spitzenleistung den Unterschied machen.

Green MeOH GmbH · aktualisiert 06/2026 · Lesezeit ca. 4 Min.

G-Pro 3600 Akku-Stromaggregat versorgt netzunabhängig ein Profi-Elektrowerkzeug auf der Baustelle
Der G-Pro 3600 versorgt anlaufstarke Profi-Werkzeuge netzunabhängig und emissionsfrei – dank bis zu 18 kW Spitzenleistung.

Was ist Anlaufstrom (Einschaltstrom)?

Elektromotoren, Kompressoren und Pumpen benötigen beim Start kurzzeitig deutlich mehr Leistung als im Dauerbetrieb. Dieser Anlaufstrom (auch Einschalt- oder Anlaufspitze) entsteht, weil der Motor aus dem Stillstand beschleunigt und das Magnetfeld aufbaut. Je nach Motortyp kann die Spitze das 3- bis 7-Fache der Nennleistung erreichen – allerdings nur für Sekundenbruchteile.

Für eine netzunabhängige Stromquelle heißt das: Nicht die Dauerleistung in Watt entscheidet, ob ein Gerät startet, sondern ob die Quelle die kurze Anlaufspitze liefern kann, ohne dass die Spannung einbricht. Genau hier scheitern viele kleine Powerstations.

Technischer Hintergrund: Strom, Spannung & Leistung beim Anlauf

Beim Direktanlauf (Direct-on-Line, DOL) eines Asynchronmotors fließt der Anlauf- bzw. Locked-Rotor-Strom ILR. Nach IEC 60034-12 und NEMA MG-1 liegt er typisch beim 5- bis 8-Fachen des Nennstroms IN (Full-Load Ampere, FLA); die Locked-Rotor-Scheinleistung kann rund das 10-Fache der Nennleistung erreichen.

Entscheidend ist der niedrige Leistungsfaktor (cos φ ≈ 0,2–0,4) im Anlaufmoment: Der Motor zieht überwiegend Blindleistung, sodass die Scheinleistung S (kVA) deutlich höher ausfällt als die spätere Wirkleistung P (kW). Eine Quelle muss also die kVA-Spitze liefern können – nicht nur die Watt-Dauerleistung.

Fließt dieser hohe Strom durch die Innenimpedanz Z der Quelle, entsteht ein Spannungseinbruch (Voltage Dip): ΔU = ILR · Z. IEEE Std 399 (Brown Book) nennt als Richtwert max. 15 % Einbruch an den Motorklemmen (≈ 5 % an der Sammelschiene). Wird der Einbruch größer, bleibt der Motor stehen (Stall), Unterspannungsschutz greift und Schütze fallen ab.

Bei einer Wechselrichter-Quelle (Powerstation / Akku-Stromaggregat) ist die Spitze doppelt begrenzt: durch den maximalen Spitzenstrom des Inverters und durch die Haltedauer. Nur wenn beide ausreichen, wird die Locked-Rotor-Phase (typ. 0,2–0,5 s) überbrückt. Zusätzlich ziehen Transformatoren einen Magnetisierungs-Inrush von bis zu 8–12× für wenige Netzperioden.

Der G-Pro 3600 begegnet dem mit hoher Spitzen-Reserve (bis 18 kW ≙ gemessen 18.462 W bei 229 A / 228 V), ausreichender Haltedauer (≈ 1 s) und reinem Sinus bei niedriger Innenimpedanz – so bleibt der Spannungseinbruch klein und der Motor startet durch.

Welche Geräte haben hohe Anlaufspitzen?

Die folgende Übersicht zeigt typische Profi-Lasten und ihren ungefähren Anlaufbedarf. Die Werte sind Richtwerte – die reale Spitze hängt von Modell, Motortyp (Asynchron/Universal) und Last ab.

Gerät / LastTypische DauerleistungAnlauf-FaktorGrobe Anlaufspitze
Inverter-Schweißgerät3–5 kW (Einschaltdauer)hohe, kurze Lastspitzenbis > 10 kW
Bau-/Kältekompressor2–3 kW3–5×6–15 kW
Tauch-/Schmutzwasserpumpe (Asynchron)1–2,2 kW5–7×bis ~15 kW
Trennschleifer / Kreissäge / Kappsäge2–3 kW2–4×6–12 kW
Kern-/Diamantbohrgerät2–3,5 kW2–3×6–10 kW
Mörtel-/Estrichrührwerk, Putzmaschine1,8–2,5 kW3–5×6–12 kW
Hochdruckreiniger (Motor)2–3 kW3–4×6–12 kW

Mehrere Faktoren addieren sich in der Praxis: ein anlaufstarker Motor plus bereits laufende Verbraucher am selben Gerät. Deshalb ist eine großzügige Spitzen-Reserve kein Luxus, sondern die Voraussetzung dafür, dass das Werkzeug überhaupt anläuft.

Warum 18 kW Spitzenleistung den Unterschied machen

Eine typische 3,6-kW-Powerstation mit nur doppelter Spitze (≈ 7,2 kW) kommt bei anlaufstarken Asynchronmotoren oder Kompressoren schnell an ihre Grenze – das Gerät startet nicht oder schaltet ab. Der G-Pro 3600 liefert dagegen:

Diese Reserve startet auch Motoren und Kompressoren mit hohem Anlaufstrom zuverlässig. Der reine Sinus ist dabei für induktive Lasten (Motoren, Trafos, Inverter-Schweißgeräte) entscheidend – ein "modifizierter" Sinus kann solche Geräte beschädigen oder gar nicht erst starten.

Belegt statt behauptet: Die 18 kW Spitze ist keine Datenblatt-Angabe, sondern oszilloskopisch gemessen (Keysight DSO-X 3054T). Details und Messkurve auf der G-Pro 3600 Praxis- & Labortest-Seite.

Warum normale Powerstations beim Anlauf „aussteigen"

Der entscheidende Punkt steht selten groß im Datenblatt: Wie lange kann ein Gerät seine Spitze halten? Viele Consumer-Powerstations werben mit einem hohen „Surge"-Wert – halten ihn aber nur 5 bis 10 Millisekunden. Ein Motor braucht jedoch 200 bis 500 Millisekunden, um aus dem Stillstand auf Drehzahl zu kommen. Fällt der Wechselrichter vorher aus dem Spitzenmodus, bricht die Spannung ein und das Gerät schaltet zum Eigenschutz ab (Überlast) – es „erstickt" am Anlaufstrom.

Genau das passiert in der Praxis mit Tauchpumpen, Kompressoren oder Inverter-Schweißgeräten an gewöhnlichen Powerstations. Die folgende Grafik zeigt das Prinzip:

18 kW 7,2 kW 0 Start 200 ms 500 ms Zeit G-Pro 3600 – bis 18 kW, ≈ 1 s gehalten Normale Powerstation: Spitze nur ms → Abschaltung Anlaufstrom-Spitze Motor-Anlauf 200–500 ms

Schematische Darstellung. Die Anlaufspitze (schwarz) liegt über der Abschaltgrenze gewöhnlicher Powerstations (rot) – diese trennen ab. Der G-Pro 3600 hält die Reserve bis 18 kW (grün) lang genug, damit der Motor durchstartet.

Normale Powerstation vs. G-Pro 3600 – der Unterschied

KriteriumÜbliche Consumer-PowerstationG-Pro 3600
Dauerleistung~0,3–2,4 kW3,6 kW (7,2 kW bei 200 %)
Spitzemeist 1,5–2× Nennleistungbis 18 kW (500 %)
Spitze gehaltenoft nur Millisekunden≈ 1 s (gemessen)
Sinusteils modifiziertreiner Sinus
Schutzartmeist keine (Indoor/Camping)IP54 (Staub/Spritzwasser)
AuslegungCamping, Notstrom, FreizeitBaustelle, Profi, Dauerlast

Consumer-Geräte (Camping/Notstrom) sind für anlaufstarke Profi-Lasten schlicht nicht ausgelegt – zu geringe Dauerleistung, zu kurze Spitze, oft kein reiner Sinus und kein Outdoor-Schutz. Der G-Pro 3600 ist als Industrie-Speicher genau dafür gebaut.

Vor den Akku-Stromaggregaten: die Schmerzpunkte auf der Baustelle

Bevor mobile 230-V-Akku-Stromaggregate (Instagrid & Co.) den Markt prägten, gab es netzfern nur zwei Optionen – beide mit klaren Nachteilen:

Mobile Akku-Stromaggregate lösten das: emissionsfrei, leise, sofort einsatzbereit – die saubere Steckdose dort, wo man sie braucht. Der G-Pro 3600 führt diesen Ansatz fort und ergänzt ihn um die hohe Anlaufreserve bis 18 kW, die anlaufstarke Profi-Werkzeuge erst möglich macht – zu einem deutlich günstigeren Preis als die etablierten Markengeräte.

Welche Baustellen & Spezialanwendungen das brauchen

Eine hohe Anlaufreserve plus Emissionsfreiheit ist überall dort gefragt, wo ein Diesel-Generator zu laut, zu schmutzig oder verboten ist – und trotzdem starke Werkzeuge laufen müssen:

G-Pro 3600 – 3,6 kW Dauer, bis 18 kW Spitze, emissionsfrei

Die Alternative zu Instagrid ONE, Hilti B 3600 & STIHL PS3000 – ab 2.599 € netto.

Zum G-Pro 3600 & Vergleich →

Häufige Fragen

Warum braucht ein Werkzeug beim Start mehr Strom als im Betrieb?

Motoren und Kompressoren ziehen im Einschaltmoment einen Anlaufstrom, der je nach Motortyp das 3- bis 7-Fache der Nennleistung betragen kann – für Sekundenbruchteile. Die Stromquelle muss diese Spitze liefern, sonst bricht die Spannung ein.

Welche Spitzenleistung liefert der G-Pro 3600?

3.600 W Dauer, 7.200 W bei 200 % Überlast und bis zu 18.000 W Spitze (500 %, gemessen 18.462 W). Damit starten auch anlaufstarke Motoren, Kompressoren und Trennsägen.

Reicht eine normale 3,6-kW-Powerstation für Schweißgerät oder Tauchpumpe?

Oft nicht – Geräte mit nur 2-facher Spitze (~7,2 kW) brechen bei anlaufstarken Lasten ein. Wichtig sind hohe Spitzenleistung und reiner Sinus; der G-Pro 3600 deckt mit bis zu 18 kW deutlich größere Anlaufspitzen ab.

Quellen & Normen

Hinweis: Anlauf-Faktoren und Normwerte sind Richtwerte und dienen der Orientierung. Maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Geräteherstellers sowie die einschlägigen Normen in ihrer aktuellen Fassung.